Windpark Blumberg

Windpark Blumberg

Informationen für interessierte Bürger:innen zum Projekt "Windpark Blumberg"

Im Gebiet der Gemeinde Blumberg, angrenzend an die Gemeinden Hüfingen, Donaueschingen und Geisingen, befindet sich seit Januar 2015 eine Konzentrationszone für Windkraftanlagen.

Green City plant aktuell in dem Plangebiet die Errichtung von fünf Windenergieanlagen und bietet Ihnen auf dieser Seite die Möglichkeit, sich umfassend zu dem Windprojekt in Blumberg zu informieren und mit uns in den Dialog zu treten.

Das Projekt

Das forstwirtschaftlich genutzte Plangebiet in der Gemeinde Blumberg in der Gemarktung Riedöschingen umfasst ca. 80 ha und ist als sogenannte Konzentrationszone für Windkraft im Teilflächennutzungsplan der Gemeinde Blumberg ausgewiesen worden. Aktuell plant Green City aus München in dem Waldstück nordöstlich der Stadt Blumberg die Errichtung und den Betrieb von fünf Windenergieanlagen (WEA). Die vorgesehenen Standorte sind auf dem untenstehenden Lageplan dargestellt.

  • Die Anlieferung der Komponenten erfolgt aus dem Norden von der A864 ausgehend. Ab dem Längehaus wird die Anlieferung in das Waldgebiet von Süden her erfolgen, dabei werden hauptsächlich bereits vorhandene Landwirtschafts- und Forstwege genutzt. So kann der Eingriff minimiert und die Errichtung möglichst umweltschonend umgesetzt werden. Außerdem kann nach derzeitigem Stand eine Anlieferung durch die Ortschaften größtenteils vermieden werden.
  • Flächen die temporär für den Bau der WEA benötigt werden, werden im Anschluss wieder aufgeforstet oder der Sukzession überlassen
  • Mögliche Auswirkungen der WEA auf die Anwohner, die Natur und Tiere werden in diversen fachlichen Untersuchungen überprüft, z.B. in artenschutzrechtlichen, Schall-, Schatten- und Baugrundgutachten. Bei Bedarf erfolgen Anpassungen in der Planung des Windparks, um die Auswirkungen zu minimieren.

Auf einen Blick

Der Windpark in Zahlen

  • Bau von 5 Windenergieanlagen
  • Nabenhöhe:164 m; Rotordurchmesser: 163 m
  • Gesamthöhe: 245,50 m
  • Leistung pro Windenergieanlage: 5,7 MW
  • Ertrag pro Jahr: ca. 58 Mio. kWh
  • Über 16.000 Haushalte können mit sauberem Strom versorgt werden
  • CO2-Einsparung pro Jahr: 35.000 t

Der Zeitplan

Häufig gestellte Fragen

Um die verabschiedeten Klimaziele der Bundesregierung einhalten zu können, ist es nötig den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland noch weiter voranzutreiben. Dies gilt dementsprechend auch für die Windkraft. Hier rückt die Nutzung von süddeutschen Schwachwindgebieten immer weiter in den Fokus, da die windhöffigsten Standorte bereits weitreichend genutzt werden.

Die Windenergie an Waldstandorten trägt einen wesentlichen Teil zur Energiewende, zum Klimaschutz und damit auch zum Erhalt des Forstes und Landschaftsschutzgebiets bei. Dank des technischen Fortschritts und deutlich höherer Nabenhöhen über den Baumwipfeln und somit über den Windturbulenzen der Waldoberflächen, ist auch hier ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Die dauerhafte Flächeninanspruchnahme liegt bei lediglich 0,3 Hektar je Anlage und die gerodeten Flächen werden an anderer Stelle wieder aufgeforstet.

Kommunen reduzieren durch Energieerzeugung vor Ort die Abhängigkeiten von großen Energieversorgern sowie Importen und demokratisieren damit die Energieerzeugung. Des Weiteren fördern Windprojekte die regionale Wertschöpfung bei der Errichtung, dem Betrieb und Rückbau der Windenergieanlagen.

Die Produktion von Strom direkt am Verbraucher gilt zudem als erstrebenswert, da so das Stromerzeugungsdefizit im Süden Deutschlands ausgeglichen werden kann und die Notwendigkeit zusätzlicher großer Stromtrassen von den windstarken Küstengebieten nach Süden reduziert werden kann.

Der Artenschutz ist durch umfassende Gutachten in Form von Umweltverträglichkeitsprüfung und Flora-Fauna Verträglichkeitsstudien, die auch Teil des Genehmigungsantrags sind, gegeben. In den Gutachten werden neben den Schutzgütern Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt auch der Flächenverbrauch sowie Auswirkungen auf Böden, Wasser und Landschaft ausführlich betrachtet.
Die Eingriffe in die Naturlandschaft werden so gering wie möglich gehalten und für dauerhaft versiegelte Flächen werden Ausgleichsmaßnahmen geschaffen. Moderne Erkennungssysteme können zusätzliche Möglichkeiten bieten, um den Artenschutz noch verträglicher mit der Windenergie zu machen.
Wir sind der Meinung, dass es Artenschutz nur mit Klimaschutz geben kann. 2017 wurde beispielsweise bereits 71 Mio. Tonnen Treibhausgase durch Windenergie in Deutschland eingespart, wodurch Auswirkungen durch den Klimawandel, wie das fortschreitenden Artensterben, abgeschwächt werden können.

Die im Dezember 2016 durch das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis erteilte immissionsschutzrechtliche Genehmigung wurde seitens der Naturschutzinitiative e.V. aufgrund eines Formfehlers erfolgreich beklagt. Die Klage und der folgende Rechtsstreit haben sich über die vergangenen Jahre hinweggezogen. Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden hat sich Green City nun dazu entschieden einen neuen Genehmigungsantrag zu stellen.

In den nahegelegenen Gemarkungen der Gemeinden Hüfingen und Donaueschingen plant die solarcomplex AG parallel einen weiteren Windpark. Unsere Unternehmen verfolgen beide das Ziel, den Ausbau der regenerativen Energieversorgung in Deutschland voranzubringen, stehen aber in keinem wirtschaftlichen Zusammenhang. Dennoch planen und prüfen wir aufgrund der Nähe der geplanten Anlagenstandorte viele Aspekte des Genehmigungsverfahrens (z.B. die Umweltverträglichkeitsprüfung, öffentliche Termine) sinnvollerweise in enger Abstimmung.

Dank des technischen Fortschritts der Windenergieanlagen kann in Blumberg ein wirtschaftliches Projekt realisiert werden. Die Anlagen sind auf die hier herrschenden Windverhältnissen angepasst, sodass bereits bei schwachem Wind eine Stromerzeugung erfolgt und vergleichsweise schnell die Nennleistung erreicht wird. Das Ergebnis ist ein möglichst hoher Energieertrag – doch nicht allein das technische Potenzial ist entscheidend. Aus diesem Grund wurde die Wirtschaftlichkeit des Projekts von uns intern unter Annahme verschiedener Gegebenheiten und demnach für unterschiedliche Szenarien betrachtet. Darüber hinaus wurden für das Projekt auch extern beauftragte Ertragsberechnungen durchgeführt. Für unsere internen Kalkulationen haben wir unter anderem die Werte für die Strompreisentwicklung herangezogen. Dabei handelt es sich um prognostizierte Werte eines externen Spezialisten, welche sowohl die Möglichkeiten des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als auch des freien Strommarktes abdecken.

Eine ausgiebige Risikobetrachtung gehört bei uns zu jeder Windparkplanung. Darunter fallen z.B. Verluste durch Fledermausschutzabschaltungen oder der Wegfall einzelner Anlagen zum Schutz einer bestimmten Vogelart.

Der Baubeginn ist für Sommer 2023 geplant. Wir rechnen mit circa einem Jahr ab Baubeginn bis hin zur Inbetriebnahme.

Windenergieanlagen werden nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Die Höhe der Vergütung wird durch die Teilnahme an einer Ausschreibung ermittelt. Im Jahr 2020 lag der durchschnittliche Zuschlagswert bei rund 6 Cent.

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Ihre Ansprechpartner

Herr Reidelbach – Projektleiter

Tel.: +49 89 1222 800 – 169

E-Mail: p.reidelbach@qair.energy

Frau Fritsch – Projektentwicklerin

Tel: +49 89 1222 800 – 123

E-Mail: a.fritsch@qair.energy

 

Photocredit Header – Pixabay | “Der Windpark in Zahlen”